Das Ökumenische Zentrum - Geschichte und Gegenwart

Am 20.02.2000 wurde das Ökumenische Zentrum Burgholzfof eingeweiht. Zuvor hatte man in einer Wohnung (Mahatma-Gandhi-Str. 5) als Provisoium die ökumenische Gemeindeaufbauarbeit aufgenommen, bevor man in den umgebauten Gutshof umgezogen ist

Ältere Cannstatter erinnern sich noch gut, wie der Burgholzhof früher aussah: Acker und Weideland, Obstbäume und Tümpel. Seit 1852 war das Gut auf der Wolfersberger Heide württ. Staatsdomäne. Der Alte Gutshof, seit 1869 ein beliebtes Ausflugsziel, steht heute noch und beherbergt auch das Ökumenische Zentrum Burgholzhof

Seit 1927 wurde das Gelände militärisch genutzt. Als dann 1996 die Amerikaner abzogen, übernahmen die kath. Rupert – Mayer Gemeinde und die evang. Steiggemeinde einen Teil des ehemaligen Kasernengeländes und errichteten im "Alten Gutshof" ein ökumenisches Gemeindezentrum .

Es folgten umfangreiche Umbau- und Renovierungsarbeiten in Zusammenarbeit mit der SWSG unter der fachlichen Leitung von Architekt Kurt Kühfuss, die am 22.02.2000 mit der Einweihung des Ökumenischen Zentrums ihren Abschluß fanden.

Das Haus dient seitdem als Begegnungsstätte und Kommunikationszentrum im Stadtteil und hat eine Besonderheit: Es ist Gemeinschaftseigentum beider Gemeinden und wird als langfristiges ökumenisches Gemeinde -Entwicklungsprojekt geführt.

Die nicht zu übersehenden Züge einer Basisgemeinde sind gewollt: Das Haus lebt von Eigeninitiative und Ehrenamt, die Schwerpunkte werden von den Mitarbeitenden bestimmt. Bildungsangebote, Selbsthilfegruppen und die Arbeit mit jungen Familien und Kindern im Familienforum Burgholzhof stehen im Vordergrund und ergänzen einander.

Das Ökumenische Zentrum ist zwar keine Kirche. Dennoch werden hier von Mitarbeitenden und Gästen regelmäßig Gottesdienste gefeiert. Die Gottesdienstreihe „Abendrot“ entwickelt freie Gottesdienstformen, die zum Mitmachen einladen..

Schon in der Planungsphase stand die Frage bald im Raum, wie man ein Haus, das verhältnismäßig geschichtslos auf einer städtebaulichen Brache entsteht, mit der Geschichte der Cannstatter Gemeinden verbindet.

Ein Glücksfall war, dass bei Dachdeckerarbeiten während der Renovierung des Steiggemeindehauses im Dachreiter eine Glocke der Steigkirche von 1928 wieder entdeckt wurde. .

Sie wurde zur Einweihung des Ökumenischen Zentrums über dessen Haupteingang installiert und ihre Inschrift kündet noch heute von ihrem ursprünglichen Ort: .

"Komm, denn es ist alles bereit. Du Volk auf dieser Höh vernimm des Höchsten Ruf durch meine Stimme. O sucht das Heil zur rechten Zeit ergreift’s heut, eh drüben Euch das Glöcklein läut. "

"Drüben" meinte damals den Steigfriedhof gegenüber vom Steiggemeindehaus. Die Anrede "Du Volk auf dieser Höh" richtet sich aber nun an die Bewohner vom Burgholzhof.

Geläutet wird die Glocke übrigens von Hand und zwar mit einem Glockenseil der Stadtkirchengemeinde, die auch noch ein historisches Taufgeschirr dazu gab.

Zum ursprünglichen Konzept des Hauses gehörte auch ein Kreuz. So wurde 2004 der bekannte Wiener Künstler Fritz Panzer beauftragt, einen Entwurf zu gestalten. Die Cannstatter Galerie Merkle begleitete die Arbeiten, so dass am 18.Juni 2005 auf einer Vernisssage anläßlich des fünfjährigen Bestehens des Ökumenischen Zentrums das Kreuz an die beiden Pfarrer Karl Böck (St. Rupert) und Thomas Rapp (Steig) übergeben werden und im Foyer des Hauses installiert werden konnte. .

Die Ähnlichkeit von Panzers Ausführung mit einem Erste – Hilfe – Kasten ist übrigens beabsichtigt. Vom Kreuz kommt uns Hilfe her. "Das Wort vom Kreuz, für die einen ist es ein Ärgernis, für die anderen eine Torheit. Für uns aber Gottes Kraft und Weisheit (nach 1. Kor.1,23f)" .




Losung für 19.11.2017:
Der HERR, dein Gott, hat dich gesegnet in allen Werken deiner Hände.
5.Mose 2,7

So ist nun weder der etwas, der pflanzt, noch der begießt, sondern Gott, der das Gedeihen gibt.
1.Korinther 3,7

HimmelSTEIGer
ein Roter für einen Roten



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