Geschichte der Steigkirchengemeinde

Noch im Jahre 1907 bestand das Gebiet, das heute die Steigkirchengemeinde umfasst nur aus Gärten, Wiesen und Äckern. Dennoch gehört es zu den ältesten Siedlungsgebieten des ganzen Landes. Dies bezeugen Funde bereits aus der jüngeren Steinzeit.

Geschichtlich bedeutungsvoll war es, dass die Römer am Ende des 1.Jahrhunderts nach Christi Geburt die hier ansässigen Kelten besiegten und dann zweihundert Jahre lang das Land beherrschten.

Ein Mittelpunkt des römischen Lebens war das 1894 wieder entdeckte „Römerkastell“ auf dem Altenburger Felde.

1910 wurde auf dem Gelände dieses Kastells die Reiterkaserne gebaut, die nach dem 2.Weltkrieg bis Anfang der 90er Jahre von den Amerikanern als Kaserne genutzt wurde.

Auch christliches Leben gibt es hier schon viel länger als man denken könnte. Auf der Altenburg stand eine der ältesten Kirchen im Großraum Stuttgart. Vor über 1000 Jahren war sie errichtet und dem Heiligen Martin geweiht worden. Sie war Jahrhunderte lang ein kirchlicher Mittelpunkt, Einzugsgebiet für alle umliegenden Ortschaften, auch für AltStuttgart. Selbst ein Mitglied des Hauses Württemberg, Graf Ludwig, war 1179 bis 1291 Pfarrer der Martinskirche auf dem Altenburger Felde. Stuttgart selbst ist erst 1321 zum neuen kirchlichen Mittelpunkt geworden, als das Stift Beutelsbach dorthin verlegt wurde. Die Altenburger Kirche wurde im 15. Jahrhundert abgebrochen und in der Cannstatter Vorstadt neu aufgebaut. Nur der Friedhof wurde hier oben weiterbenutzt. „Altenburg“ war der Name einer Burg und einer Ortschaft, deren Bewohner jedoch schon vor der Martinskirche an den Neckar hinunterzogen. Auf dem verlassenen Altenburger Felde wurde 1910 die Reiterkaserne gebaut. Damit begann zugleich die neue Besiedlung: Heimstätten, Werkswohnungen und vor allem der soziale Wohnungsbau.


Im Jahre 1927 wurde der Grundstein für das evangelische Gemeindehaus an der Altenburger Steige gelegt. Die daneben geplante Garnisonskirche kam nicht zustande.

1928 wurde das Gemeindehaus eingeweiht und somit entstand eine neue evangelische Gemeinde, als Abspaltung der Stadtkirchengemeinde Bad Cannstatt. Erster Pfarrer der Gemeinde war Herr Otto Engel von 1928 bis 1932.

Erst 1966 entstand unser Gemeindezentrum mit der Steigkirche.

Im Jahre 2000 bekam die Steigkirchengemeinde Zuwachs in Form des neuen Wohngebietes „Burgholzhof“. Seit der Besiedlung dieses, von den Amerikaner aufgegeben, Geländes darf die Gemeinde auch ein zweites Gemeindehaus ihr Eigen nennen, das Ökumenische Zentrum Burgholzhof, das wir uns mit unserer katholischen Schwestergemeinde St.Rupert teilen. Seit dem Jahr 2002 ist die Steigkirchengemeinde wieder in zwei Bezirke, anstatt drei eingeteilt: das Pfarramt Römerkastell und das Pfarramt Weinberg sind die treffenden Namen der beiden Gemeindeteile: der eine Teil umringt das geschichtsträchtige Römerkastell, der andere Teil schmiegt sich vom Fuße des Weinbergs bis zu dessen höchsten Punkt – eine Lage, so abwechslungsreich wie die Steigkirchengemeinde!

Geschichtliche Highlights

Losung für 26.09.2017:
Du unser Gott, du großer Gott, mächtig und schrecklich, der du Bund und Treue hältst, achte nicht gering all das Elend, das uns getroffen hat.
Nehemia 9,32

/Bartimäus schrie:/ Du Sohn Davids, erbarme dich meiner! Und Jesus blieb stehen und sprach: Ruft ihn her! Und sie riefen den Blinden und sprachen zu ihm: Sei getrost, steh auf! Er ruft dich!
Markus 10,48-49

HimmelSTEIGer
ein Roter für einen Roten



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